11. Juni 2025
Cybercrime
Mitarbeiter:innen der Seite „Cybernews“ berichteten nun von einem enormen Datenleck mit über 16 Milliarden Zugangsdaten. Es solle sich Daten wir Benutzernamen, Passwörter, Cookies sowie Sitzungstokens handeln und zahlreiche große Online-Dienste wie Apple, Google, Facebook und Telegram betreffen. Die Informationen stammen laut Cybernews vor allem aus sogenannter Infostealer-Malware, also Schadsoftware, die gezielt Login-Daten von Geräten abgreift. Das Portal „bleepingcomputer“ sieht keine Dramatik: Ihren Angaben zufolge basieren die angeblichen 16 Milliarden Zugangsdaten auf früher geleakten Daten, die durch Infostealer-Malware, vorangegangene Datenlecks und Credential-Stuffing-Angriffe gesammelt wurden. (Presse)
Cybersecurity
Europäische Länder sollen bis Ende 2026 damit beginnen, auf Post-Quanten-Kryptografie umzustellen – eine komplexere Form der Cybersicherheit, die entwickelt wurde, um künftigen Bedrohungen durch Quantencomputer standhalten zu können, so die EU-Kommission in einer Aussendung. Ein kürzlich publizierter Zeitplan führt zudem aus, dass der Schutz kritischer Infrastrukturen so bald wie möglich, spätestens jedoch bis Ende 2030, auf Post-Qanten-Kryptografie transferiert werden soll. (MLEX)
Künstliche Intelligenz/HR
Kürzlich teilte Amazon-Chef Andy Jassy in einer Email an die Mitarbeitenden, dass KI-Agenten in Zukunft eine große Rolle im Unternehmen spielen werden. Man werde weniger Mitarbeiter:innen benötigen, denn viele Tätigkeiten können künftig von KI-Agenten erledigt werden: Zusammenfassen von Informationen, das Schreiben von Software sowie Translationen werden schon bald von artifiziellen Mitarbeitenden übernommen, um die Effizienz steigern zu können.
2023 hatte Amazon bereits 18.000 Mitarbeiter:innen entlassen. Auch im Jahr 2024 setzte man die große Kündigungswelle fort und sie hält an. Bei Unternehmen wie Spotify und Duolingo will man künftig ähnliche Wege gehen. (Presse)
EU-Regulierung/ESG
Die Europäische Kommission ließ kürzlich verlautbaren, dass man die Green Claims Directive zurückziehen wolle, um kleine Unternehmen vor überzogenen Berichtspflichten zu schützen. Während die Europäischen Volkspartei dies begrüßt, sehen dies diverse Abgeordnete sowie zivilgesellschaftliche Repräsentant:innen kritisch. (MLEX)
Die EU-Kommission hat ein neues Support Framework im Rahmen des Clean Industrial Deal verabschiedet: Das Programm, das unter dem Namen CISAF läuft, soll die Subventionsregeln, um Unternehmen und Volkswirtschaften beim Übergang zu sauberer Technologie und grünen Energiequellen zu unterstützen, vereinfachen. Regierungen werden in der Lage sein, die Produktion sauberer Technologien zu subventionieren und energieintensiven Industrien vorübergehend Erleichterungen zu gewähren. Das Programm CISAF soll bis zum 31. Dezember 2030 in Kraft sein. (MLEX)
Geldwäsche
Juan-Manuel Vega Serrano wurde nun zum Vizevorsitzenden der EU-Anti-Geldwäschebehörde ernannt. Er verfügt über jahrelange Erfahrung in den Bereichen Geldwäschebekämpfung und Terrorismusfinanzierung. Serrano arbeitete als AML/CFT-Regulierer in der spanischen Finanzverwaltung, als Leiter der spanischen AML/CFT-Aufsichtsbehörde und Financial Intelligence Unit sowie als Präsident der Financial Action Task Force. (MLEX)
Autoren
Mag. Christiane Jördens Bakk.
Mag. Christiane Jördens, Bakk. hat Publizistik und Kommunikationswissenschaft an der Uni Wien studiert und bereits während ihres Studiums begonnen als Redakteurin, Texterin und Model zu arbeiten. A...