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Studie zu DSGVO: Großteil der Unternehmen säumig

Laut einer neuen Studie sind 92 Prozent der europäischen Unternehmen nicht auf die DSGVO vorbereitet.
Von Redaktion
23. November 2017

Die Studie wurde von den European Business Awards (EBA) für RSM, das sechstgrößte Netzwerk unabhängiger Wirtschaftsprüfungs-, Steuer- und Beratungsfirmen, durchgeführt. Demnach ist ein überwiegender Teil der Unternehmen in ganz Europa nicht ausreichend auf die Datenschutz-Grundverordnung der EU (DSGVO) vorbereitet, die im Mai 2018 in Kraft tritt.

Für die Umfrage wurden 400 Unternehmensleiter in ganz Europa gefragt, in welchem Ausmaß sie auf die DSGVO vorbereitet sind und welche Auswirkungen die neue Regulierung auf ihre Geschäftstätigkeit haben wird.

Ausgewählte Ergebnisse der Befragung

  • Nur 8 Prozent der Unternehmen sind auf die DSGVO vorbereitet und haben die notwendigen Änderungen in Angriff genommen, um den Vorschriften zu entsprechen.

  • 28 Prozent der Befragten sind mit der Verordnung, an die sie sich in weniger als einem Jahr halten müssen, nicht vertraut.

  • 26 Prozent der Unternehmensleiter, die mit ihrer DSGVO-Strategie vertraut sind, geben zu, dass ihre Organisation die Frist im Mai 2018 nicht einhalten können wird.

  • 51 Prozent der Befragten glaubt, dass die Verordnung für KMU und mittelständische Unternehmen zu komplex ist.

  • 52 Prozent stimmen aber prinzipiell zu, dass Regelungen zur Überwachung der Verwendung personenbezogener Daten erforderlich sind.

Der Prozess zur Vorbereitung auf die DSGVO wirkt sich der Befragung zufolge auch auf den Geschäftsbetrieb aus: Etliche Unternehmen nehmen in anderen Bereichen bereits Kürzungen vor, unter anderem bei Plänen zur Schaffung innovativer neuer Produkte (23 Prozent) oder zum Vorantreiben des Wachstums durch internationale Expansion (22 Prozent).

Informationen zur Umfrage

Die Studie wurde unter europäischen Unternehmen durchgeführt, die an den European Business Awards (EBA) teilnahmen. RSM ist einer der Sponsoren der EBA. Die Mehrzahl der befragten Unternehmen waren europäische Mittelstandsunternehmen mit einer für diese Zwecke definierten Mitarbeiterzahl von Hunderten oder Tausenden. Die Auswahl umfasste Unternehmen aus Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Österreich, Spanien, Schweden, der Tschechischen Republik, der Türkei, Ungarn, dem Vereinigten Königreich, Zypern und weiteren Ländern.

(Quelle: PA)

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