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Gesundheitsorganisationen vereinbaren Ethik-Kodex

Die Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Patienten und Pharmaindustrie soll transparenter werden. Darauf zielt ein knappes Rahmenpapier ab, das fünf global agierende Organisationen jetzt publiziert haben.
Von Redaktion
13. Januar 2014

Fünf weltweit agierende Gesundheitsorganisationen haben mit dem sogenannten „Consensus Framework for Ethical Collaboration between Patients' Organisations, Healthcare Professionals and the Pharmaceutical Industry“ einen Handlungsrahmen für ethische Zusammenarbeit festgelegt.

Damit soll nach Angaben der beteiligten Institutionen ein Schritt gesetzt werden, um eine vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Systempartner im Gesundheitswesen zu garantieren. Der Fokus liegt dabei auf der Qualität der Patientenversorgung.

Grundlage für den Handlungsrahmen sind die jeweiligen ethischen Verhaltenskodizes und gesundheitspolitischen Positionen der fünf Trägerorganisationen. Dieser baut auf vier übergreifenden Prinzipien auf:

  • die Patienten stehen bei allen Bemühungen an erster Stelle,

  • ethische Forschung und Innovation sollen gefördert werden,

  • die Unabhängigkeit der einzelnen Systempartner und ein ethisches Verhalten sollen gewährleistet werden,

  • transparentes und verantwortungsvolles Handeln soll sichergestellt werden.

Bei den fünf Organisationen handelt es sich um die Internationale Allianz der Patientenorganisationen (International Alliance of Patients' Organizations, IAPO), den Weltbund der Krankenschwestern und Krankenpfleger (International Council of Nurses, ICN), den Internationalen Pharmaverband (International Federation of Pharmaceutical Manufacturers and Associations, IFPMA), die Internationale Pharmazeutische Föderation (International Pharmaceutical Federation, FIP) und den Weltärztebund (World Medical Association, WMA).

Die Förderung medizinischen Wissens und die Verbesserung der Gesundheit erfordern nach Ansicht der beteiligten Organisationen einen regelmäßigen Informationsaustausch zwischen allen Partnern. Während einzelne Verhaltenskodizes die Aktivitäten der einzelnen Gruppen regeln, ist dieser nun veröffentlichte, breit gefasste Handlungsrahmen für den größten Teil des Gesundheitswesens gedacht und schließt Interaktionen mit Patienten, Krankenschwestern, Apothekern, Ärzten und der Gesundheitsbranche mit ein.

„Die Verpflichtung zu ethischem Verhalten, zu Transparenz und Verantwortung sind der Schlüssel für die Entwicklung und Prüfung von Arzneimitteln und anderen Gesundheitstechnologien“, sagte Marie-Paule Kieny, stellvertretende Generaldirektorin für Gesundheitssysteme und Innovation bei der Weltgesundheitsorganisation. „Wir ermutigen alle beteiligten Organisationen dazu, Wege zu finden, um die Einhaltung dieser Prinzipien sicher zu stellen.“

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