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Europa will Arbeitssicherheit in Erzeugerländern stärken

Mit der Beteiligung am G7-Fonds „Vision Zero“ will die EU zu mehr Arbeitsplatzsicherheit und besseren Arbeitspraktiken in Erzeugerländern beitragen.
Von Redaktion
14. Oktober 2015

Die EU-Kommission hat am Montag angekündigt, den G7-Fonds „Vision Zero“ mit einem Beitrag von drei Millionen Euro zu unterstützen. Mit dem Fonds sollen gemeinsame Aktivitäten von Regierungen, Unternehmen, Sozialpartnern und NGOs in Ländern mit niedrigem Einkommensniveau unterstützt werden. Ziel ist es, die Zahl der tödlichen Unfälle am Arbeitsplatz zu verringern, das Risiko solcher Unfälle zu vermeiden, die Arbeitsaufsicht zu verbessern, eine faire Produktion zu gewährleisten und die Arbeitnehmer bei der Wahrnehmung ihrer Rechte zu unterstützen.

Der „Vision Zero“-Fonds wurde auf dem G7-Gipfel vom Juni 2015 in Elmau initiiert. Der Fonds finanziert sich aus öffentlichen und privaten Beiträgen und wird von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) verwaltet. Die ersten Pilotmaßnahmen sind für 2016 geplant und konzentrieren sich in erster Linie auf die Konfektionskleidungsbranche in ausgewählten Erzeugerländern.

Hauptauslöser verschiedener Initiativen zu einer nachhaltigen Lieferkette war der Einsturz des Textilfabrikgebäudes Rana Plaza in Bangladesch im April 2013, bei dem mehr als 1.200 Menschen starben.

Im Juli 2013 lancierte die EU gemeinsam mit der Regierung von Bangladesch, der ILO und den USA den EU-Nachhaltigkeitspakt zur Verbesserung der Arbeitnehmerrechte und zur Förderung eines verantwortungsvolleren Lieferkettenmanagements. Im Mai 2015 kündigte die EU außerdem an, dass sie der Initiative zur Förderung der grundlegenden Arbeitnehmerrechte und Arbeitsbedingungen in Myanmar/Birma beitritt.

Im Vorfeld des G7-Ministertreffens am 12.-13. Oktober in Berlin betonte Marianne Thyssen, EU-Kommissarin für Arbeit und Soziale, dass sich die Kommission nachdrücklich für die Verhinderung von Arbeitsunfällen und die Förderung von Arbeitnehmerrechten einsetzen wolle: „Jedes Jahr sterben weltweit 2,3 Millionen Menschen durch Unfälle oder Krankheiten im Zusammenhang mit ihrer Arbeit. Das sind 6300 Menschen pro Tag.“

(Quelle: EU-Kommission/ KP)

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