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Unter dem Motto „Erfolgspartnerschaft Diversity und Inclusion“ trafen sich am 23. Mai Compliance-Verantwortliche und Geschäftsführer:innen zum 44. Compliance Netzwerktreffen in Steyregg. Fazit: Compliance ist ein Führungsthema.
Von Redaktion
27. Mai 2024

Gastgeber Martin Reichetseder begrüßte die Gäste und übergab mit dem Hinweis, dass Compliance ein Führungsthema sei, das Wort an Leslie Jäger. In ihrer inspirierenden Keynote gab die erfolgreiche Podcasterin den Compliance-Verantwortlichen hilfreiche Anregungen zum richtigen „tone from the top“, um Führung positiv zu gestalten.  

In der anschließenden Podiumsdiskussion, moderiert von Martin Reichetseder und Andrea Pilecky, diskutierten Manfred J. Wondrak (factor – D Diversity Consulting), Christian Schaumann (Greiner AG) und Kathrin-Theres Hagenauer (Director Content LexisNexis), wie Diversity Management die Aufgaben von Compliance erweitert und welchen Einfluss Diversity Management auf die Unternehmenskultur hat.  

Führungskräfte als Vorbilder

Es kristallisierte sich als Kernpunkt der Diskussion heraus, dass Führungskräfte eine Vorbildfunktion haben und es in deren Verantwortung liegt, eine inklusive Unternehmenskultur zu schaffen.  

Manfred Wondrak betonte, dass Unternehmen sich der geschäftlichen Notwendigkeit von Diversität in Zeiten von Fachkräftemangel bewusst machen müssen. Es brauche eine Strategie und Verantwortung auf Top-Management-Ebene. Zusätzlich führe Diversität in Führungsteams zu mehr Perspektiven und zu besseren Ergebnissen. Neue Begriffe und Regeln müssen behutsam eingeführt werden, dabei sei gute Kommunikation entscheidend, um langfristig zu überzeugen.  

Kathrin-Theres Hagenauer ergänzte, wie wichtig Schulungen, beispielsweise zu „Unconscious Bias“ seien, um Sensibilität zu schaffen. Bei LexisNexis ist dieses Thema Bestandteil der konzernweit durchgeführten regelmäßigen Compliance-Schulungen. Auch sie schätze selbst die Vorteile des diversen Führungsteams. Unterschiedlichen Blickwinkel machen den Fortschritt und die Innovation erst möglich.  


Diskriminierung als Risiko

Martin Reichteseder wies darauf hin, dass Compliance-Systeme Diskriminierung explizit als Risiko abbilden sollten. Bei der Greiner AG ist dies laut Christoph Schaumann bereits der Fall und eine Risikoanalyse wird regelmäßig erneut erhoben. Wesentlich sei für eine inklusive Führung außerdem eine offene Kommunikation. Diskriminierung muss angesprochen und dürfe nicht toleriert werden. 

Die Diskussion hat gezeigt, dass Compliance inzwischen mehr ist als die klassischen Compliance-Themen wie Korruption und kartellrechtliche Fragen. Die Rolle von Compliance-Officers beinhaltet auch die Chance, die Verantwortung von Unternehmen in und für die Gesellschaft zu stärken. Im Anschluss nutzten die Teilnehmenden in lockerer Atmosphäre die Gelegenheit zum Networking und diskutierten noch lange die vielfältigen Aspekte, die die Diskussion aufgeworfen hat.   

Autoren

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