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Die Compliance News vom 20. August berichten unter anderem über das Tech-Unternehmen Meta, welches scheinbar dem eigenen KI-Chatbot große Freiheiten in der Kommunikation mit Kindern eingeräumt hat sowie über die Billigfluglinie Ryanair, die von der italienischen Wettbewerbskommission zu einer Geldbuße von 1,3 Millionen Euro verurteilt worden ist.
Von Mag. Christiane Jördens Bakk.
20. August 2025

Künstliche Intelligenz

Facebook-Mutter Meta hat internen Dokumenten zufolge ihrem KI-Chatbot große Freiheiten in der Kommunikation mit Kindern gewährt. Das Handbuch, welches gemeint ist, umfasst insgesamt 200 Seiten und dokumentiert erlaubte und verbotene Verhaltensweisen im Gespräch mit Kindern. So sei es etwa erlaubt, Kinder in Unterhaltungen über romantische oder sinnliche Themen zu verwickeln und ihre körperliche Jugendlichkeit loben. Zu sehr sexualisierende Beispiele der Kommunikation sei bei Kindern unter 13 Jahren jedoch verboten. Meta betont, dass einige der kritischen Beispiele im Widerspruch zu den aktuellen Richtlinien stünden und daher bereits entfernt wurden. (Presse)

Auf die Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) wird mittlerweile auch in der Steuerbetrugsbekämpfung zurückgegriffen: Mittels AI wurden bereits im Vorjahr 354 Millionen Euro an Steuermehreinnahmen erzielt. Das Predictive Analytics Competence Center (PACC) des Finanzministeriums führte im Jahr 2024 6,6 Millionen Prüfungen mithilfe von Risikomodellen durch, und eine Ausweitung der Maßnahmen ist geplant. Das PACC arbeitet in allen Bereichen der Finanzverwaltung, von der Arbeitnehmerveranlagung bis hin zu Steuerbetrug bei Einkommen, Körperschaft, Umsatz und möglichen Compliance-Verstößen. Dabei werden ua unrechtmäßig bezogene Beihilfen sowie Scheinunternehmen aufgedeckt. Finanzminister Markus Marterbauer kündigte ein „Steuerbetrug-Bekämpfungspaket“ an und betonte, dass moderne KI-Methoden die Betrugsbekämpfung effizienter machen. (Presse)

Datenschutz

Das Tech-Unternehmen Meta konnte vor einem US-Bundesrichter kürzlich nicht erreichen, die Datenschutzklagen abzuweisen, wonach das Unternehmen Nutzer:innen von Online-Streaming-Diensten, darunter Paramount+ und ESPN, durch den Einsatz seines Pixel-Website-Tracking-Tools unrechtmäßig verfolgt hätte. Die verantwortliche Richterin, Araceli Martínez-Olguín, erklärte, dass die von den Klägern vorgebrachten Tatsachen „ausreichen, um den Vorsatz von Meta in diesem Stadium zu behaupten“, was sich auf die Abhörvorwürfe der Kläger bezieht. (MLEX)

Kartellrecht

Der Autohersteller Mercedes-Benz soll einem Prüfbericht der südkoreanischen Wettbewerbsbehörde zufolge, die Batterien in seinen Elektroautos falsch beworben haben und damit und damit Kund:innen mit irreführenden Informationen zum Kauf verleitet haben. Laut dem Nachrichtenportal MLEX wurden die Untersuchungen hierzu von einem Vorfall ausgelöst, bei dem ein Auto in einem Apartmentkomplex plötzlich Feuer gefangen hatte. (MLEX)

Der irische Billigfluganbieter Ryanair ist kürzlich von der italienischen Wettbewerbskommission zu einer Geldbuße von 1,3 Millionen Euro verurteilt worden, weil das Unternehmen den Kartellermittlern unvollständige und inkorrekte Informationen zur Verfügung gestellt hatte. Im Zuge einer Razzia im Hauptsitz des Unternehmens hatte man Dokumente gefunden, zu welchen die Fluggesellschaft angegeben hatte, dass es sie nicht gäbe. (MLEX)

Autoren

Christiane Jördens

Mag. Christiane Jördens Bakk.

Mag. Christiane Jördens, Bakk. hat Publizistik und Kommunikationswissenschaft an der Uni Wien studiert und bereits während ihres Studiums begonnen als Redakteurin, Texterin und Model zu arbeiten. A...