Warum Korruption entsteht und wie Prävention gelingen kann
25. Juni 2026
Korruption ist ein vielschichtiges Phänomen, das sich nur verstehen lässt, wenn individuelle, organisationale und gesellschaftliche Einflussfaktoren gemeinsam betrachtet werden.
Diesem wissenschaftlichen Zugang widmete sich der Österreichische Anti-Korruptionstag 2026 unter dem Titel „Homo corruptus? Korruption (sozial-)wissenschaftlich erklärt“. Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Disziplinen diskutierten aktuelle Forschungsergebnisse und zeigten auf, welche Mechanismen Korruption begünstigen und welche Ansätze eine nachhaltige Prävention unterstützen.
Die zentralen Schlussfolgerungen aus den Vorträgen und Diskussionen fasst Otto Kerbl, Direktor des Bundesamtes zur Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung (BAK), wie folgt zusammen:
"Korruption lässt sich nicht auf individuelles Fehlverhalten reduzieren. Sie ist ein komplexes Zusammenspiel individueller Faktoren, organisatorischer Rahmenbedingungen und gesellschaftlicher Merkmale. Der Österreichische Anti-Korruptionstags 2026 hat gezeigt, dass es wichtig ist, diese Mechanismen und Dynamiken zu verstehen, um Korruption wirksam vorzubeugen. Regeln alleine, auch das wurde deutlich, können Korruption nicht ausreichend gut verhindern. Wichtig sind auch eine offene Kommunikation Top-down und innerhalb der Peer-Group, eine gute Organisationskultur, die ethisch problematisches Verhalten nicht toleriert, sowie Führungskräfte, die durch soziale Kompetenz und Vorbildwirkung Orientierung geben."
Dr. Otto Kerbl, MA Direktor des Bundesamtes zur Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung.
Weitere Einblicke sowie den vollständigen Nachbericht zum Österreichischen Anti-Korruptionstag 2026 finden Sie hier.
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