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Umfrage zur DSGVO: Zwei Drittel arbeiten noch an der Umsetzung

Seit Mai 2018 sollten eigentlich alle Unternehmen den Anforderungen der EU-Datenschutzgrundverordnung entsprechen. Eine Deloitte-Bestandsaufnahme belegt jedoch: In Österreich ist der Großteil bei der Implementierung im Rückstand. Vor allem fehlt es an ausgebildeten Mitarbeitern. Mit Downloadlink zum Paper.
Von Redaktion
23. Januar 2020

Im Rahmen einer aktuellen Befragung von Deloitte gaben 191 österreichische Unternehmensvertreter in leitender Position Auskunft zum Status quo ihrer Datenschutzmaßnahmen. Das Ergebnis: Die Mehrheit der heimischen Betriebe ist nach wie vor mit der Umsetzung der EU-DSGVO-Anforderungen beschäftigt. Doch gerade vor dem Hintergrund der zunehmenden Strafen drängt die Zeit.

Zwei Drittel noch mit Umsetzung beschäftigt

Laut der Umfrage hat erst ein Drittel der österreichischen Befragten die Umsetzung der EU-DSGVO vollständig abgeschlossen. Dieser Wert stellt zwar eine leichte Verbesserung zum Vorjahr dar, dennoch herrscht laut Studienautoren weiterhin großer Aufholbedarf. So stecken mit 54% die meisten Unternehmen nach wie vor auf der Zielgeraden ihres Implementierungsprozesses fest. 12% befinden sich sogar noch mitten in der Umsetzung. Ein Problem scheint vor allem die langfristige Einhaltung der Anforderungen zu sein: Die Mehrheit der Unternehmen sieht darin eine große Herausforderung.

Mitarbeiterschulungen fehlen

Trotz mangelnder Umsetzung hätten die Unternehmen die Bedeutung von Datenschutz grundsätzlich erkannt, meinen die Studienautoren. Beim Großteil steht die EU-DSGVO auf der Agenda des Top-Managements. Neun von zehn Befragten denken das Thema auch bei Projekten und Unternehmensentscheidungen mit. Eine Schwachstelle zeigt sich eher im täglichen Umgang der Mitarbeiter mit Daten: Fast ein Drittel beobachtet hier noch Unsicherheiten.

Technologischer Support bewährt sich

Abgesehen vom mangelnden Know-how der Mitarbeiter verfügt ein Viertel der Unternehmen generell über keine ausreichenden personellen Ressourcen zur Erfüllung der EU-DSGVO-Anforderungen. Dadurch gewinnt zusätzliche Unterstützung in technologischer Form immer mehr an Relevanz. Die Mehrheit der Unternehmen hat dieses Potenzial bereits erkannt: Lediglich 30% der österreichischen Unternehmen setzen beim Thema Datenschutz noch nicht auf ein Tool.

Die Richtung stimmt

Auf die Frage, welche Maßnahmen die Unternehmen beim Datenschutz künftig setzen wollen, liegt die Prozessoptimierung als Antwort klar vorne. Vor allem die Verbesserung des Löschkonzepts (46%) und der technischen sowie organisatorischen Maßnahmen (36%) soll im heurigen Jahr verstärkt angegangen werden. Die Löschung von Altdaten steht mit 40% ebenfalls auf der Agenda. 28% setzen auf gezielte Mitarbeiterschulungen.

(Quelle: Deloitte)

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