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Drei Unternehmen mit Deutschem Compliance Preis ausgezeichnet

Zum ersten Mal wurde am 20. März der Deutsche Compliance Preis verliehen. Gewinner sind der Flughafen Stuttgart, der Motorenhersteller MAN Diesel & Turbo und das Freiburger Chemiewerk Solvay Acetow. Der Sonderpreis ging an die Offenbacher Werke des Automobilzulieferers GKN.
Von Redaktion
31. März 2014

Die drei Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen haben sich laut Jury um die Erfüllung gesetzlicher Pflichten besonders verdient gemacht.

Initiatoren des neuen Awards sind die dfv Mediengruppe, die DQS GmbH – Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen und das Anwaltsbüro Rack Rechtsanwälte, das auf Compliance spezialisiert ist. Übergeben wurde die Auszeichnung im Rahmen der Deutschen Compliance Konferenz, die vom 20. bis 21. März 2014 in Berlin stattfand.

Begründungen der Jury

Der Flughafen Stuttgart ist unter den Preisträgern rekordverdächtig: Rund 5.500 gesetzliche Compliance-Pflichten muss er umsetzen. Kaum ein Unternehmen berühre so viele Gewerke und unterschiedliche Rechtsgebiete vom Luftrecht über das Bau- und Planungsrecht bis hin zum Umweltrecht, führen die Juroren in einer Pressemitteilung aus. Hinzu kommen zahlreiche regulatorische Sonderthemen.

MAN Diesel & Turbo SE als Teil des großen MAN Konzerns habe vor einigen Jahren das Thema Compliance ganz oben auf die Agenda gesetzt und setzt seine Organisationspflichten seitdem vorbildlich um.

Wie alle Unternehmen, die der Störfallbetriebsverordnung unterliegen, stehe auch das Chemieunternehmen Solvay Acetow unter besonderer Beobachtung der Öffentlichkeit. Die Bemühungen seien daher außergewöhnlich: Eine Verweigerung der Mitarbeiter, Anweisungen des Vorgesetzten zu befolgen, ist dort Pflicht, wenn sie Sicherheitsaspekten widersprechen würden. „Lobenswert“, befand die Jury.

Compliance-Sonderpreis

Der Compliance-Sonderpreis geht an die Werke der GKN Driveline Deutschland GmbH in Offenbach am Main. Die Jury würdigte, dass der Automobilindustrie-Zulieferer sich in minutiöser Kleinarbeit daran gemacht hat, die Kosten für alle Compliance-Aktivitäten im Offenbacher Betrieb zu erfassen. Das Projekt wurde durch den von der Bundesregierung eingesetzten Normenkontrollrat angeregt, der damit eine valide Basis für die Kosten der gesetzlichen Compliance-Pflichten bekommen hat.

Die Jury

Eine Jury mit Vertretern aus Forschung, Verbänden und Praxis hat über die Vergabe der Preise entschieden. Mit dabei waren Götz Blechschmidt (DQS), Oliver Holzinger (Compliance Berater), Prof. Dr. jur. Annemarie Matusche-Beckmann (Universität des Saarlandes), Dr. Manfred Rack (Rack Rechtsanwälte), Sönke Reimers (dfv Mediengruppe), Eric S. Soong (UBS) und Prof. Dr. jur. Gerhard Spindler (Universität Göttingen).

(Quelle: dfv)

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