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Editorial 2/21

Von DDr. Alexander Petsche
04. Juni 2021 / Erschienen in Compliance Praxis 2/2021, S. 1

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

 

Auf die Compliance Officer kommen nun mehrere neue Themen zu: Umsetzung der Whistleblower-Richtlinie, Nachhaltigkeit und Ethik in der Supply Chain.

 

Die Implementierung bzw Anpassung von Hinweisgebersystemen, insbesondere das Einrichten von Prozessen, welche das Vertrauen der potenziell Meldenden in das System ermöglichen, wird wahrscheinlich einen Arbeitsschwerpunkt vieler Compliance-Abteilungen für die nächsten Monate darstellen. Ziel sollte es aus Sicht des Unternehmens sein, möglichst viele Meldungen zunächst intern zu erhalten, um sich selbst darum kümmern zu können, auch wenn die Richtlinie nun nicht mehr wirklich einen absoluten Vorrang der internen vor der externen Meldung vorsieht. All diese Themen bilden Schwerpunkte dieser Ausgabe.

 

Übrigens: Compliance Officer sollten unbedingt ESG auch als „ihr“ Thema annehmen und das Feld nicht ganz den Nachhaltigkeitsbeauftragten überlassen. ESG wird ­zunehmend (stark) verrechtlicht und birgt bedeutende Risiken in sich. Auch wenn sich wer anderer im Unter­nehmen darum kümmert, sehen Sie bitte hin.

 

Besonders freut es uns, dass wir als Interviewpartner den Generaldirektor der Österreichischen Post AG, DI Dr. Georg Pölzl, gewinnen konnten. Er schildert in eindrucksvoller Weise, wie wichtig das professionelle Zusammenspiel zwischen Eigentümer, Aufsichtsrat und Vorstand ist, um Compliance-Ziele wie Nachhaltigkeit zu verfolgen und ­umzusetzen. Gute Corporate Governance ist nun einmal ein Fundament für Compliance. Manche mögen das aus dem Blick verloren haben.

 

 

Viel Spaß beim Lesen!

 

Mit besten Grüßen, Ihr

Alexander Petsche

Schriftleiter Compliance Praxis

Autoren

DDr. Alexander Petsche

Prof. DDr. Alexander Petsche ist Rechtsanwalt und Partner von Baker & McKenzie. Zu seinen Beratungsgebieten zählen die Einführung und Weiterentwicklung von Compliance Management Systemen, Internal ...