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Herkunft von Textilien: Lenzing setzt auf Blockchain-Technologie

Nach mehreren erfolgreichen Pilotprojekten mit dem Technologieunternehmen TextileGenesis führt Lenzing eine digitale Plattform zur Rückverfolgbarkeit der textilen Lieferkette ein.
Von Redaktion
16. November 2020

Die Lenzing Gruppe, Hersteller holzbasierter Spezialfasern, setzt seit 2019 auf die Blockchain-Technologie des Hongkonger Start-ups TextileGenesis, um die Rückverfolgbarkeit von Textilien über alle Produktions- und Vertriebsstufen bis zurück zu den Fasern sicherzustellen.

Nach mehreren erfolgreichen Pilotprojekten erfolgte am 5. November 2020 die Einführung einer digitalen Plattform für mehrere Lenzing-Marken. Kunden und Partner sowie Konsumenten sollen damit ab sofort den Überblick über die gesamte textile Lieferkette behalten können.

Schrittweises Onboarding und digitale Zertifikate

In den vergangenen zwölf Monaten absolvierten Lenzing und Textile Genesis gemeinsam mit ausgewählten Partnern wie H&M, Armed Angels, Mara Hoffman und Chicks ein Pilotprogramm und Feldversuche. Die globale Einführung der Plattform erfolgt nun laut Lenzing in mehreren Phasen:

  • Noch im 4. Quartal 2020 werden 150 südasiatische Partner aus Indien, Bangladesch, Pakistan und Sri Lanka den Onboarding-Prozess abschließen.
  • Im 1. Quartal 2021 werden mehr als 300 weitere Partner in China und der Türkei dem Programm beitreten.
  • Bis zum 2. Quartal 2021 sollten aus heutiger Sicht die meisten in Frage kommenden Lenzing Supply Chain Partner auf der Plattform vertreten sein, wodurch eine vollständige Rückverfolgbarkeit der Lieferkette gewährleistet werden kann.

„Das Feedback unserer Partner entlang der Lieferkette auf die Pilotprojekte im vergangenen Jahr war sehr positiv. Sie haben uns ermutigt, die weltweite Einführung der Rückverfolgung von Lenzing-Fasern weiter voranzutreiben", sagt Robert van de Kerkhof, Mitglied des Vorstandes der Lenzing Gruppe.

Amit Gautam, Vorstandsvorsitzender und Gründer von TextileGenesis, verweist auf die zunehmenden Compliance-Risiken in der Textilbaranche: „Angesichts zunehmender Compliance- und Reputationsrisiken haben sich die CEOs und Vorstände der Top 100 Modemarken verpflichtet, in den nächsten fünf Jahren 100 Prozent nachhaltige und rückverfolgbare Fasern zu verwenden, wobei Transparenz dabei im Fokus steht. Nachhaltigkeit und Rückverfolgbarkeit sind zwei Seiten derselben Medaille. Es ist schön zu sehen, dass Lenzing als Vorreiter für die gesamte Textilindustrie entschieden vorangeht.“

(Quelle: APA OTS)

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