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Richtig oder falsch? Die PLOB-Regel hilft!

Mit Hilfe von vier einfachen Fragen können Mitarbeiter beurteilen, ob eine Handlung aus Compliance-Sicht bedenklich sein könnte.

Es fällt uns nicht immer leicht, klar zu sehen, ob unser Tun zulässig oder unzulässig, anständig oder unanständig, richtig oder falsch ist. So notwendig Vorgaben sind – sie können niemals alle Eventualitäten abbilden. Überdies suchen Menschen bei verlockenden Alternativen gerne nach Argumenten, oft auch Ausreden, warum eine Handlung zwar im Allgemeinen falsch, im speziellen Fall jedoch richtig sei.

Hier kann die Compliance mit der PLOB-Regel bei der Entscheidungsfindung helfen. Jeder Mitarbeiter sollte sich selbst die folgenden Fragen ehrlich beantworten:

P wie Publizität. Was würde ich davon halten, wenn meine Entscheidung morgen in der Zeitung oder im Internet steht – unter Nennung meines vollen Namens?

L wie Legal. Wie ist die Rechtsposition? Ist mein Tun gesetzlich erlaubt oder verboten? Kann ich den konkreten Fall mit ausreichender Sicherheit juristisch beurteilen oder müsste ich eigentlich zuerst einen Experten fragen?

O wie Oma. Was würde meine Großmutter dazu sagen oder hätte dazu gesagt? Viele alte Menschen verfügen über ein ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein und wissen intuitiv, was richtig und was falsch ist, vorgeschobenen Rechtsfertigungsversuchen zum Trotz.

B wie Bauchgefühl. Was sagt mein Bauchgefühl? Es gelingt uns meist recht gut, dieses Gefühl auszublenden, allerdings nicht auf Dauer. Über kurz oder lang kommt der Moment, wo wir zugeben müssen, dass eine Handlung ein mulmiges Gefühl in der Magengrube auslöst.

Was tun, wenn einer oder mehrere Punkte Anlass zum Zweifel geben? Fragen Sie Ihren Compliance Officer!

 

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